BERLIN – Aleksandra Rusanova ist keine Schauspielerin, die darauf wartet, dass eine Rolle sie findet. Sie findet die Rolle selbst – und führt sie dann an Orte, an denen sie noch nie zuvor gewesen ist.
Ausgebildet am Studio für Psychologisches Theater unter der Leitung von Ilja Slobodtschikow (Regisseur, VGIK) und mit einem parallelen Hintergrund in Psychologie hat Rusanova eine Arbeitsweise entwickelt, die auf emotionaler Tiefenarbeit basiert: echte Gefühle zugänglich zu machen, Figuren von innen heraus zu verkörpern und dem Publikum das Gefühl zu geben, weniger allein zu sein. Mit einer wachsenden Filmografie und zunehmender internationaler Präsenz positioniert sie sich nun für den europäischen Markt, wobei Berlin ihr erster operativer Standort ist.
Film und Bühne
Im Fernsehen übernahm Rusanova kürzlich eine der Ensemble-Hauptrollen in allen zehn Folgen von Workdays, unter der Regie von Roman Amsler. Im Kino spielte sie Hauptrollen in Actors (Regie: Eugeniy Gorman) sowie eine tragende Nebenrolle in Two Pieces of September (Regie: Musin & Kukushkina).
In Two Pieces of September, das an den historischen Schauplätzen von Kolomna gedreht wurde, verkörperte Rusanova eine erschöpfte Muse – für andere unsichtbar, doch stets an der Seite des Schriftstellers: emotional ungezähmt und auf eigentümliche Weise faszinierend.
Zuletzt war sie in Workdays, einer zehnteiligen Bürokomödie, zu sehen. Gedreht an den historischen Schauplätzen von Kolomna, verkörperte sie dort die Rolle einer erschöpften Muse – für andere unsichtbar, aber stets an der Seite des Schriftstellers: emotional ungezügelt und zugleich auf seltsame Weise faszinierend.
Ihre Theaterarbeit reicht von psychologischen Dramen bis hin zu internationalen Koproduktionen. Sie spielte im Ensemble eines in Paris aufgeführten Tschechow-Programms gemeinsam mit dem Theater Mossowjet (Les Turbulences, Regie: Philippe Duban) und übernahm Hauptrollen in Produktionen wie A Plague on Both Your Houses (als Rosalind) sowie in einer Dostojewski-Adaption am Theater B.
In Actors verkörperte sie die Hauptfigur – eine starke Frau, deren Leben von einem dramatischen Schicksal geprägt ist. Im Jahr 2025 wirkte sie zudem an Women’s Lot mit, einem Performance-Art-Projekt über transgenerationale Traumata und das emotionale Erbe, das zwischen Müttern und Töchtern weitergegeben wird.
Die Schauspielerin hinter der Arbeit
Rusanova begann im Alter von elf Jahren mit dem Schauspiel. Für kurze Zeit versuchte sie, diesen Weg hinter sich zu lassen, und studierte Psychologie, bevor die Bühne sie endgültig zurückgewann.
Dieser Umweg wurde zu einem prägenden Bestandteil ihres künstlerischen Werdegangs. Mehrere Jahre arbeitete sie als Psychologin im Notfalldienst, hörte täglich Geschichten von Traumata und lernte, Menschen in die Augen zu sehen, bevor sie ein Wort sprachen. Diese Erfahrung gab ihr, wie sie selbst sagt, etwas, das viele Schauspielerinnen und Schauspieler über Jahre hinweg zu imitieren versuchen: die Fähigkeit, im Schmerz eines anderen Menschen präsent zu bleiben, ohne sich selbst darin zu verlieren.
Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren in wohltätigen Projekten, darunter Theaterinitiativen mit Kindern in Waisenhäusern sowie ein internationales Programm zur Unterstützung von Kindern mit Autismus.
Ihr Spektrum reicht von schwarzer Komödie bis zum Drama, wobei sie eine besondere Vorliebe für vielschichtige, genreübergreifende Stoffe hat. Besonders interessiert ist sie an der Zusammenarbeit mit international tätigen Regisseurinnen und Regisseuren sowie mit unabhängigen Produktionen, die charaktergetriebene Geschichten in den Mittelpunkt stellen.
Kontakt: alexandrarusanovainquiry@gmail.com
Instagram: @alex_rusanova
Profil: https://ru.etalenta.eu/members/profile/aleksandra-rusanova








